David Harnasch

Es gibt auch noch ein Leben ausserhalb Facebooks. Hier beispielsweise.

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Anonym fragte: Herr Harnasch. Sie wollen angeblich politisch andersdenkende durch Gewalt in die Lage Israels versetzen. Wie soll das im Detail funktionieren?

Wenn Sie zu doof sind, eine rhetorische Analogie ohne Gebrauchsanweisung zu verstehen, dann schlage ich dringend vor, Sie verbringen Ihre Zeit vielleicht lieber auf Seiten, mit denen Sie was anfangen können.

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Anonym fragte: Guten Abend! Unterstützen Sie ernsthaft Mitt Romney (gegenüber Obama) wie hier weiter unten zu lesen ist? Romney lehnt gleichgeschlechtliche Ehen ab, Romney befürwortet, dass Eltern ihre Kinder zu Hause unterrichten dürfen (zB weil sei die Evolutionstheorie ablehnen), Romney hat eine harte Haltung gegenüber illegalen Einwanderern (lehnt die nachträgliche Legalisierung ab) und Romney ist ein Gegner des Rechtes auf Abtreibung. Was ist denn bitte an Romney liberal/unterstützenswert? Schöne Gr, CM

Guten Abend!

Sie haben die entscheidenden Wörter in meiner Aussage überlesen: “Als Europäer”. Als Europäer, der ich nun mal bin, betrifft mich amerikanische Innenpolitik nicht. Wäre ich Amerikaner, würde ich exakt die von Ihnen aufgelisteten Punkte ebenfalls kritisieren.

(Und wüsste, dass der Präsident für Home Schooling, Homo-Ehe und Abtreibungsregelungen nicht zuständig ist, weil das Angelegenheiten der Bundesstaaten sind, dies aber nur nebenbei.)

Als Europäer hingegen profitiere ich Zeit meines Lebens davon, dass die USA praktisch sämtliche Lasten der Verteidigung meiner Freiheit und der weltweiten Handelswege übernommen haben. Vielleicht würde ich es als Amerikaner begrüßen, dass Obama lieber Krankenversicherungen für alle Bürger als Flugzeugträger für den Rest der Welt bezahlen möchte. Ich bin aber eben keiner, sondern “Rest der Welt”.

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Anonym fragte: Ich habe heute Nachmittag durch meinen Anwalt aufgrund einer Ihrer vorangegangenen Aussagen Strafanzeige bei der Polizeidirektion erstatten lassen. Meinem Anwalt und dem die Anzeige entgegennehmenden Polizeibeamten zufolge sind diese Ihre Äußerungen strafrechtlich bedenklich. Was sagen Sie dazu?

Dies: MUAHAHAHAHAAAA!

Für eine Strafanzeige brauchen Sie keinen Anwalt, die können Sie selber bei der Staatsanwaltschaft stellen und die muss sich dann darum kümmern. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und ihrem Anwalt viel Spaß mit Ihrem Geld! Ich hoffe, er ist schlau genug, bei so besonders klugen und liebenswürdigen Mandanten wie Ihnen nicht nach BRAGO, sondern nach Stundensatz nicht unter 200 Euro abzurechnen. (Raten Sie mal, warum der Ihnen erzählt, irgendwelche meiner Äußerungen seien “strafrechtlich bedenklich”. Na? Merken Sie was?) Der Cop nimmt gerne jede Anzeige entgegen, er weiß ja, dass es die Aufgabe der Staatsanwaltschaft ist, die dann wegzuwerfen. Dass ich selbstverständlich NIE wegen Ihrer Anzeige auch nur Post von einer Staatsanwaltschaft erhalten werde, darauf würde ich Ihnen jetzt direkt eine Wette von 100 Euro anbieten. Was ja aber nicht geht, da Sie es vorziehen, anonym zu bleiben. Schade. Wobei: Ihr Glück, jeder blamiert sich, so gut er kann, gelle?

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Anonym fragte: Sind sie Jude?

Nö: Weder halachisch noch prozentual nach den Nürnberger Rassegesetzen.
(Danke übrigens, dass Sie nicht “jüdischer Mitbürger” geschrieben haben, sonst wäre mir jetzt übel.)

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Anonym fragte: Zu ihrer Prügelargumentation bzgl. Nahostkonflikt: Sie merken selbst das Argumentieren auf Basis der Kette von Gewalt und Gegengewalt ist sinnlos. Genauso wie die eine Seite ihre Gewalt als Reaktion auf eine vorhergehende erlittene Gewalt rechtfertigen kann, kann dies auch die andere. Man muss sich viel mehr die politische Ökonomie des Konflikts klarmachen, sprich die Zwecke des Westens, Israels, der Palestinenser und der arab. Welt, die da am Werk sind. Haben Sie sich dazu Gedanken gemacht?

Jahrelang.

Und offensichtlich haben Sie das Prügelargument nicht verstanden. Es gibt eben keine “Kette von Gewalt und Gegengewalt” (vulgo “Gewaltspirale”) als Naturgesetz. (In der Sekunde, in der sich der Pazifist körperlich wehrt, würde ich ja sofort und dauerhaft aufhören, ihn zu ohrfeigen.) Die Konfliktgeschichte der Menschheit zeigt vielmehr, dass kriegerische Auseinandersetzungen genau so lange andauern, wie beide Seiten die Hoffnung hegen dürfen, sich durchzusetzen. Anders gesagt: Würden die “Palästinenser” die einfache Tatsache kapieren, dass sie wieder und wieder Kriege begonnen und verloren haben, könnte man sofort damit beginnen, einen dauerhaften Frieden mit ihnen zu verhandeln.

Es wäre zu ihrem eigenen Besten. Zynischerweise hindern genau diejenigen Leute sie daran, die sich als ihre Freunde bezeichnen:

- Indem die EU palästinensische Milizen mit Steuergeldern flutet, die in der Korruption versickern.

- Indem die arabischen “Brüder” den palästinensischen Flüchtlingen jede Integration und Bürgerrechte vorenthalten und ihnen Märchen von einer “Rückkehr” ins israelische Kernland erzählen, wohl wissend, dass diese niemals stattfinden wird.

- Indem die UN die perverse Idee entwickelten, “palästinensische” Flüchtlinge könnten als einzige Flüchtlingsgruppe der Welt und Menschheitsgeschichte diesen Flüchtlingsstatus vererben.

- Und dazu gleich noch ein eigenes “Hilfswerk” ins Leben riefen, das aus reinem Selbsterhaltungstrieb keinerlei Interesse daran haben kann, den Objekten seiner Fürsorge echte Hilfe angedeihen zu lassen.

- Indem die Israelis (aus guten und moralisch höchst ehrenwerten Gründen) sich selbst während kriegerischer Auseinandersetzungen noch um das Wohlergehen der “palästinensischen” Zivilbevölkerung sorgen.

- Indem Israel wieder und wieder Terror durch geographische Zugeständnisse belohnt, in der Hoffnung, das Gegenüber wäre endlich zivilisiert genug, die Idee eines Kompromisses zu verstehen (statt ihn von vornherein als Schwäche zu interpretieren, die man ausnutzen muss).

Da von EU, UN, Israel und aus der arabischen Welt nicht zu erwarten ist, dass diese Handlungsmuster durchbrochen werden, bleibt nur eine Hoffnung für den Frieden (wohlgemerkt “Hoffnung” für “Palästina”, denn Israel geht es trotz aller Strapazen auch ohne echten “Frieden” relativ prächtig):

Ein paar kluge Palästinenser kapieren die Dynamik des Konflikts und gründen eine Partei: Die “Partei für echten Frieden, Wirtschaftswachstum, Minderheitenrechte, Integration der Flüchtlinge in ihren Aufnehmerländern (bzw. Einreise in einen zu gründenden Staat “Palästina”) und eine funktionierende Müllabfuhr”. Weil ein Wunder geschieht, veranstalten die Autonomiebehörde und die Hamas gleichzeitig echte, demokratische Wahlen. Die PFWMIM gewinnt diese Wahlen haushoch und wird trotzdem nicht vom politischen Wettbewerber an die Wand gestellt, sondern kann sich an’s Werk machen, ihre klugen Ideen umzusetzen.